Tiere 

Rätsel Nr. 7, 8, 19, 20, 21, 22, 28, 30, 32, 43, 44 

 

In allen Sprachen und Kulturen gehören Tiere seit jeher zu den beliebtesten Rätselthemen. Was die lateinische Tradition betrifft, so finden sich bereits unter den hundert Dreizeilern des Symphosius nicht weniger als achtundzwanzig Stücke, die Tiere behandeln, einschließlich des beliebten Rätsels vom »Fluss und Fisch«, das abgewandelt und erweitert auch in der Berner Sammlung vorkommt (Nr. 30) und das im Mittelalter in mehreren Fassungen bekannt war. Eine vielstimmige Schar großer und kleiner Lebewesen bevölkert genauso die Rätselsammlungen der anglo-lateinischen Dichter des 7. und 8. Jahrhunderts, bei denen der einheimische Dachs und der Ochse neben dem Löwen, Tiger und Chamäleon stehen, um mit der Besonderheit ihrer Natur auf das Wunder der göttlichen Schöpfung zu verweisen.

    Davon ist anders in der Berner Sammlung nichts zu lesen. Das Exotische und Symbolische fehlen hier ganz, und die dargestellten Tiere sind entweder alltägliche Nahrungsspender und Nutztiere wie das Schaf, der Fisch, die Biene und die Seidenraupe oder vertraut aus Haushalt und Handel wie der Schwamm und die Perlmuschel. Auch die Rätsel von der Tierblase und dem Ei zeigen keine fremde Welt, sondern zeichnen genauso das Bild eines vormodernen Lebens, in dem die Tier- und Menschenwelt sich zwar berühren und ineinandergreifen, die Tiere aber letztlich den Menschen dienen und diesen Nutzen und Gewinn bringen.

    In den Handschriften erscheinen die Tierrätsel mehr oder weniger verstreut. Die unten gewählte Ordnung führt von den Land- und Wassertieren zu den Vögeln und Insekten und folgt damit der Darstellung des älteren Plinius, in dessen enzyklopädischer Naturkunde sich viele der zoologischen Nachrichten finden, die in die Rätsel eingeflossen sind. So erzählen die Berner Sechszeiler kleine Tiergeschichten, in denen sich tradiertes Wissen und gelebte Anschauung zu naturkundlichen Miniaturen verdichten.

Enigma XXII

De ove

Exigua mihi virtus, sed magna facultas:

Opes ego nulli quaero, sed confero cunctis.

Modicos oberrans cibos egena requiro

Et ieiuna saepe cogor exsolvere censum.

Nullus sine meo mortalis corpore constat

Pauperaque multum ipsos nam munero reges.

Rätsel 22

Das Schaf

Gering ist meine Kraft, doch groß mein Können;

ich ersterbe niemandes Reichtum, doch verschaffe ihn allen.

Mittellos ziehe ich umher und suche bescheidene Nahrung, 

und oft bin ich gezwungen, mit nüchternem Magen Tribut zu zahlen.

Ohne meinen Leib besteht kein Sterblicher,

und arm bin ich, doch beschenke ich selbst Könige reichlich.

Kein Kleinvieh sei nützlicher als das Schaf, versichert Columella in seinen Büchern über die Landwirtschaft (de re rust. 7, 2, 1), denn mit seiner Wolle schütze uns das Tier vor Kälte und sättige mit seinem Überfluss an Milch und Käse nicht nur die Bauern, sondern bereichere auch die Tafeln der besseren Leute mit allerlei feinen Gerichten. Dieselbe hohe Wertschätzung gegenüber dem Schaf liest man aus dem Berner Rätsel (Nr. 22: De ove), das die anspruchslose Natur des Tiers mit seinem ökonomischen Nutzen für den Menschen kontrastiert, wenn es heißt, das Schaf sei zwar selber kraft- und «mittellos» (1, 3), ja «arm» (6), verschaffe aber dennoch allen »Reichtum«, ohne selber danach zu streben (2). 

    Dieser Reichtum gründet hauptsächlich in der Schafwolle, dem wichtigsten vorneuzeitlichen Rohstoff für die Herstellung von Kleidern, Decken und Teppichen, ohne die – wie das Tier im Rätsel selbst sagt – niemand bestehen kann (5). Zu Milch und Käse kommen das Fleisch und das Fett als Nahrungsmittel, aber auch die Schafshaut, die man seit der Spätantike vorzugsweise für die Pergamentherstellung verwendete (vgl. die Rätsel Nr. 24 und 50A). So dient das genügsame Tier, das für sich bloß »bescheidene Nahrung« braucht und dessen Haltung einfach ist, allen sozialen Schichten, einschließlich Königen (6). 

    Beim rätselhaften »Tribut« (4), den das arme Tier »mit nüchternem Magen« leisten muss (4), könnte man an die Schafschur denken oder an die kultische Bedeutung des Schafs als Opfertier. Die richtige Erklärung aber liefern Columellas Ausführungen zur römischen Schafzucht (de re rust. 7, 3, 13), wo es heißt, dass man in ländlichen Gegenden alle Jungtiere eines Wurfs für die Aufzucht behalte, in Stadtnähe aber die zarten Lämmer, »noch ehe sie Grünfutter gefressen haben«, dem Fleischer übergebe, um so von den Muttertieren mehr Milch zu gewinnen.

Enigma VII

De vesica

Teneo liquentem, sequor membrana celatum,

Verbero nam cursu, visu quem cernere vetor.

Impletur invisis domus, sed vacua rebus

Permanet, dum civem nullo sub pondere gestat.

Quae dum clausa fertur, velox ad nubila surgit,

Patefacta nullum potest tenere manentem.

Rätsel 7

Die Tierblase

Ich halte Flüssiges, füge mich dem von der Haut Verbogenen

und schlage im Lauf, was ich nicht sehen kann.

Das Haus wird erfüllt von Unsichtbarem, doch bleibt es leer

an Dingen, wenn es gewichtslos einen Bewohner trägt.

Schließt man es, steigt es schnell zu den Wolken hinauf,

geöffnet aber, kann es keinen halten, der bleiben will.

Mit Luft gefüllte Schweins- oder andere Tierblasen gehören zum ältesten Spielgerät. Feste, mit Federn gefüllten Schlagbälle und weiche Bälle voller Luft unterscheidet der römische Epigrammatiker Martial (1. Jh. n. Chr.) und meint, letztere seien nichts für junge Männer, sondern ein Spielzeug für Kinder und Alte (14, 47). Darstellungen von Ballspielen haben sich aus der Antike und dem Mittelalter erhalten, und noch auf den Kinderspielen des älteren Pieter Bruegel (1560) sieht man, wie ein Kind eine Tierblase aufpustet und ein anders im Fluss eine solche als Schwimmhilfe braucht.

    Das Berner Rätsel (Nr. 7: De vesica) vergleicht die zum Ball aufgeblasene Tierblase mit einem »Haus« und ihre Öffnung mit einer Haustüre, die entweder geschlossen ist oder offensteht (3-6). Der unsichtbare männliche »Bewohner« (4) des Hauses, der dieses dennoch nicht schwerer macht, ist die Luft (lat. aer, m.): Ist die Blase zu und die Luft bleibt drin, lässt sich diese leicht in die Höhe schlagen (5), öffnet man aber den Verschluss, so entweicht alsbald der luftige Bewohner (6). Die ersten beiden Verse des Rätsels beziehen sich dagegen auf die Blase als Behältnis, das sich je nach Menge der darin enthaltenen Flüssigkeit ausdehnt (1) und diese bei jeder Bewegung schüttelt (2). Die etwas umständliche Beschreibung könnte sich auf die Verwendung der Schweinsblase als Gefäß im Haushalt oder aber auf die Harnblase als Organ des lebendigen Tieres beziehen.

Enigma XXX

De pisce

Nullo firmo loco manens consistere possum

Et vagando vivens nolo conspicere quemquam.

Vita mihi mors est, mortem pro vita requiro

Et volventi domo semper amica delector.

Numquam ego lecto volo iacere tepenti,

Sed vitale mihi torum sub frigora condo.

Rätsel 30

Der Fisch

An keinem festen Ort kann ich verweilen,

und auf Wanderschaft lebend, will ich niemanden sehen.

Leben ist Tod für mich, den Tod suche ich anstelle des Lebens,

und stets gefällt es mir in meinem vertrauten rollenden Haus.

Nie will ich in einem warmen Bett liegen,

sondern ich errichte mein Lebenslager in der Kälte.

Von einem Haus und seinem Bewohner handelt auch das Fisch-Rätsel (Nr. 30: De pisce), nur das damit diesmal ein Fluss und der darin schwimmende Fisch gemeint sind. Der Vergleich stammt aus der Rätselsammlung des Symphosius, dessen Dreizeiler vom stummen Fisch im rauschenden Fluss (Nr. 12: Flumen et piscis) durch seine Einbindung in den spätantiken Apollonius-Roman große Verbreitung fand:

    Auf Erden ist ein Haus, das mit lauter Stimme widerhallt.

    Das Haus selbst ertönt, doch der schweigsame Gast tönt nicht,

    Dennoch laufen sie beide, der Gast und mit ihm zugleich das Haus.

    (Est domus in terris clara quae voce resultat.

    Ipsa domus resonat, tacitus sed non sonat hospes.

    Ambo tamen currunt, hospes simul et domus una.)

Das Berner Rätsel, in dem der stumme Fisch spricht, variiert und erweitert das Thema: Das Tier ist ein rastloser Wanderer (1-2), der das dunkle und kalte Wasser einem »warmen Bett« (5) vorzieht. Der Fluss ist auch hier ein vertrautes »Haus« (4), das – anders als bei Symphosius – zwar nicht laut rauscht, doch genauso rollt und unstet ist wie sein Bewohner. 

    Das Spiel der Gegensätze bestimmt auch den chiastisch aufgebauten Vers vom Leben und Tod (vita … mors … mortem … vita, 3): Die Luft ist die Lebensgrundlage der Landtiere, nicht aber die des Fisches, der mit seinen Kiemen an der Luft nicht überleben kann (»Leben ist Tod für mich«); doch was für andere den Tod durch Ertrinken bedeutet, heißt für den Fisch gerade Leben (»den Tod suche ich anstelle des Lebens«). Die paradoxe Zuspitzung ist typisch für die Berner Sammlung, in der das Kleine und Unbedeutende immer wieder grotesk überhöht dargestellt wird. Darin eine Allegorie auf den Kreuzestod Christi zu sehen, trägt zu viel an den einen Vers heran und passt nicht zur Bildlichkeit des Rätsels insgesamt.

Enigma XLIV

De margarita

Conspicuum corpus arte mirifica sumpsi;

Multis cava modis gemmarum ordine nector.

Publicis concepta locis in abdita nascor.

Vacua do lucem, referta confero lucrum.

Nullum mihi frigus valet nec bruma vilescit,

Sed calore semper molli sopita fatigor.

Rätsel 44

Die Perle

Auf wunderbare Weise habe ich einen herrlichen Körper erhalten;

Zwar hohl, zählt man mich vielfach zur Gattung der Edelsteine.

Empfangen in aller Öffentlichkeit, komme ich im Verborgenen zur Welt.

Leer glänze ich; voll, verschaffe ich Reichtum.

Kälte kann mir nichts anhaben, noch schadet mir der Winter,

sondern ermattet von milder Wärme, schlummere ich stets.

Perlen, so glaubte man früher, entstünden aus dem Himmelstau. Die Perlmuscheln würden sich einmal im Jahr öffnen und himmlische Tautropfen in sich aufnehmen, die unter Wasser zu runden Perlen heranwachsen. Die legendenhafte Erklärung, die im Altertum entstand und sich bis in die Frühe Neuzeit hielt, ist im Berner Rätsel von der Perle (Nr. 44: De margarita) lediglich angetönt: einmal zu Beginn, wenn die traditionell zu den Edelsteinen zählende Perle selbst auf die »wundersame Weise« (1) ihrer Entstehung verweist, sowie im dritten Vers, wo die Aufnahme des Taus an der Wasseroberfläche (»in aller Öffentlichkeit«) und die Geburt der Perle im Innern der Muschel (»im Verborgenen«) erwähnt sind. Das vermeintlich anstößige Paradox der öffentlichen Zeugung und heimlichen Geburt aber verleiht dem Rätselding erst seinen speziellen, »herrlichen Körper« (1), womit wohl die weiße Farbe der Perle gemeint ist, von der es hieß, dass sie umso mehr strahle, je reiner der Tau und wolkenloser der Himmel während der Befruchtung seien. 

    Von der Perle wechselt die Perspektive genau in der Mitte des Rätsels zur lateinisch ebenfalls femininen Muschel (concha). Ist diese »leer«, so glänzt sie mit ihrem hellen Perlmutt; hat sich in ihr aber eine Perle gebildet, so macht sie die Perlenfischer und alle späteren Besitzer reich (4). Ein weiteres Gegensatzpaar bezieht sich schließlich auf den natürlichen Lebensraum der Perlmuschel, die in den Gewässern sowohl kalter wie auch warmer Gegenden vorkommt (5-6). Dies berichtet ähnlich schon Plinius der Ältere in seiner Naturkunde und beschreibt die wundersame »Empfängnis« der Perle aus dem Himmelstau genauso wie deren hoher Rang unter den Edelsteinen (gemmae) als Luxusobjekt der Schönen und Reichen (nat. 9, 106-124; 37, 62).

Enigma XXXII

De spongia

Dissimilem sibi dat mihi mater figuram;

Caro nulla mihi, sed viscera cava latebris.

Sumere nihil possum, si non absorbuero matrem,

Et quae me concepit, hanc ego genero postquam.

Manu capta levis, gravis sum manu dimissa,

Et quem sumpsi libens, mox cogor reddere sumptum.

Rätsel 32

Der Schwamm

Meine Mutter gibt mir eine Gestalt, die ihr unähnlich ist;

Fleisch habe ich nicht, doch hohle Eingeweide voller Löcher.

Aufnehmen kann ich nichts, es sei denn ich verschlinge meine Mutter,

und sie, die mich empfing, gebäre ich danach selbst.

Leicht bin ich, fasst man mich mit der Hand, schwer aber, lässt man mich los,

und was ich willig aufgenommen habe, muss ich alsbald zurückgeben.

Wie das Rätsel vom Fisch (Nr. 30) geht auch dasjenige vom Schwamm (Nr. 32: De spongia) auf Symphosius zurück, wobei diesmal nicht nur die Vergleichsbilder, sondern teilweise auch die Formulierungen die gleichen sind. Da wie dort spricht der Schwamm und verweist auf seine löchrige Gestalt, dank der er Flüssiges in sich aufsaugen kann (Nr. 63: Spongia):

    Allein bin ich nicht schwer, doch das Gewicht des Wassers steckt in mir;

    alle meine Eingeweide schwellen, verteilt in weiten Höhlen.

    Innen verbirgt sich das Nass, doch ergießt es sich nicht von selbst.

    (Ipsa gravis non sum, sed aquae mihi pondus inhaeret;

    Viscera tota tument patulis diffusa cavernis.

    Intus lympha latet, sed non se sponte profundit.)

 

Die animalischen »Eingeweide« des Schwamms mit seinen »Höhlen« (viscera … cavernis) klingen im Berner Rätsel in den fleischlosen »hohlen Eingeweiden« (viscera cava, 2) nach. Gemeint ist damit das poröse Skelett des Schwamms mit seinen Hohlräumen; im trockenen Zustand ist der Schwamm dadurch leicht (Symphosius: gravis non sum, 1), während erst das aufgesaugte Wasser ihn schwer macht (Bern: gravis sum, 5). Das doppelt so lange Berner Rätsel macht daraus eine groteske Mutter-Kind-Geschichte und schildert den simplen Vorgang als schauerlichen Akt des Gebärens und kannibalistischen Verschlingens. Wie in den Rätseln vom Topf (Nr. 1), Salz (Nr. 3) und Eis (Nr. 38) ist die »Mutter« das Wasser (lat. aqua, f.), genauer das Meer, als dessen Tochter der im Lateinischen weibliche Schwamm heranwächst, freilich ohne dabei äußerlich der Mutter zu gleichen (1). Wenn der Schwamm aber später Wasser aufsaugt, verschlingt er seine eigene »Mutter« (3), die er, drückt man ihn wieder aus, gleichsam selbst gebiert (4). So ist der Schwamm zwar leicht, wenn man ihn im trockenen Zustand anfasst, paradoxerweise aber schwer, sobald er sich losgelassen mit Wasser füllt (5) und so ein williger Diener der Menschen ist (6).

    Schon Plinius (nat. 9, 146, 148-50 und 31, 124) zählt die Schwämme zurecht zu den Meerestieren und unterscheidet drei Arten, deren weichste und beste der im Mittelmeer wachsende penicillus sei, den wir heute als Badeschwamm (Spongia officinalis) kennen. Früher verwendete man diesen allerdings weniger für die Körperpflege, sondern vor allem als Putzschwamm im Haushalt oder bei medizinischen Anwendungen, aber auch in den antiken und mittelalterlichen Schreibstuben zum Tilgen der frischen Tinte.

Enigma VIII

De ovo

Nati mater ego, natus ab utero mecum;

Prior illo non sum, semper qui mihi coaevus.

Virgo nisi manens numquam concipere possum,

Sed intacta meam infra concipio prolem.

Post si mihi venter disruptus ictu patescat,

Moriens viventem sic possum fundere foetum.

Rätsel 8

Das Ei

Ich bin die Mutter eines Sohnes, geboren aus einem Leib mit mir;

Älter als er bin ich nicht; er ist stets gleichaltrig mit mir.

Bleibe ich nicht Jungfrau, so kann ich nie empfangen,

doch unberührt empfange ich im Inneren meinen Nachwuchs.

Wenn nachher, aufgebrochen vom Stoß, mein Bauch sich öffnet,

kann ich so sterbend den lebenden Sprössling gebären.

»Alle Vogelarten werden zweimal geboren (bis nascuntur)«, schreibt Isidor von Sevilla in seinen Etymologien (12, 7, 79) und resümiert damit die traditionelle Idee der doppelten Geburt der Vögel, die – so die Vorstellung – zuerst im befruchteten Ei und später als Küken zur Welt kommen. Das Berner Rätsel vom Ei (Nr. 8: De ovo) überträgt dies einmal mehr in eine widersprüchliche Eltern-Kind Konstellation, in der das sprechende Ei die »Mutter« und das im Lateinischen männliche Küken (pullus) der »Sohn« ist (1).

   Der Aufbau folgt den drei Stadien der Ontogenese: von der ersten Geburt im Ei (1-2), zur Brutzeit (3-4) bis zur zweiten Geburt des Jungvogels (5-6). Beide, das Ei und das noch ungeborene Junge, werden zusammen »aus einem Leib« ausgeschieden und gelegt und sind deshalb gleich alt (1-2). Damit aber das Küken heranwachsen kann, muss das Ei ganz und »unberührt« bleiben, was die Verse 3-4 mit dem Paradox der jungfräulichen Empfängnis umschreiben. Nur so kommt der ausgebrütete »Sprössling« – sobald die Schale schließlich aufbricht und das Ei gleichsam stirbt – lebend zur Welt (5-6).

    Das Thema vom »Küken im Ei« findet sich bereits in der Rätselsammlung des Symphosius (Nr. 14: Pullus in ovo), wo der Vogelembryo ebenfalls als noch Ungeborener erscheint, nur dass dort mit der »Mutter« das Eier legende Weibchen und nicht das Ei bezeichnet ist. Die wesentlich komplexere Berner Version, die das Muttertier nur indirekt erwähnt, verschiebt die Perspektive vom Küken zum personifizierten, sprechenden Ei und verrätselt so den vertrauten Naturvorgang als absurdes und deshalb nur scheinbar menschliches Geschehen.

Enigma XXI

De ape

Masculus qui non sum sed neque femina, coniux

Filios ignoto patri parturio multos.

Uberibus prolem nullis enutrio tantum;

Quos ab ore cretos nullo de ventre sumpsi.

Nomen quibus unum natisque conpar imago,

Meos inter cibos dulci conplector amore.

Rätsel 21

Die Biene

Weder männlich noch weiblich, gebäre ich als Gattin

dem unbekannten Vater viele Söhne.

Ohne Brüste ernähre ich so den Nachwuchs;

die aus keinem Mutterleib Entstandenen habe ich mit dem Mund aufgenommen.

Ein und denselben Namen haben die Jungen und gleich ist ihr Aussehen.

Die Meinen umhege ich inmitten der Nahrung mit süßer Liebe.

Die Rätsel vom Bienenwachs (Nr. 19), dem Honig (Nr. 20) und der Biene (Nr. 21) sind in praktisch allen Handschriften zusammen überliefert und behandeln verschiedene Aspekte der Imkerei – von der Zeugung und Nahrung der Bienen bis zur Honigproduktion und der Verwendung des Bienenwachses im Alltag. Alle drei – die Biene, der Honig und das Wachs – kommen darin einzeln zu Wort und berichten von ihrer wundersamen Herkunft, wobei die Bilder sich überlagern und ergänzen und die Rätsel sich so gegenseitig erhellen.

    Die Bienenzucht war ein wichtiger Bereich bereits in der antiken Landwirtschaft, und entsprechend ausführlich sind die Erklärungen zur Pflege der Bienenvölker und zur Honiggewinnung speziell bei den römischen Agronomen, auf die man sich auch später noch lange berief. Dabei steht das Wissen über die ideale Haltung der wegen ihrer sozialen Lebensform als vorbildlich geltenden Bienen im Gegensatz zum zoologischen Verständnis, das zwar auf Erfahrung und Bewunderung beruhte, jedoch viel Unrichtiges enthielt, etwa was die Fortpflanzung der Tiere und den Ursprung des Honigs betrifft.

    Um beides dreht sich das Berner Bienen-Rätsel (Nr. 21: De ape), in dem sich das Tier selbst als »weder männlich noch weiblich« (1) einführt. Tatsächlich galten Bienen als geschlechtslos, und weil man ihre Paarung nicht beobachten konnte, stellte man sich vor, dass sie ihren Nachwuchs in der Natur fänden und von Blüten oder »Blättern und lieblichen Kräutern selbst mit dem Mund (ore) auflesen«, wie Vergil schreibt (georg. 4, 200-201). Im Rätsel heißt es genauso, dass die Biene ihre Kleinen »mit dem Mund (ab ore)« aufnimmt (4), denn bei der Zeugung sind weder ein Vater (2) noch ein mütterlicher Schoss (4) im Spiel, sodass sich die Neugeborenen auch nicht von Muttermilch ernähren (3). 

    Zwar spricht in den Zeilen die im Lateinischen feminine Biene (apis), allerdings ist diese nirgends als weibliches Wesen angesprochen, und selbst das Wort coniux (1) kann sowohl einen Gatten als auch eine Gattin bezeichnen. Damit ist die eingangs erwähnte Asexualtität des Tieres betont und nicht etwa deren Jungfräulichkeit, die man im Mittelalter gerne mariologisch deutete. Gleichzeitig variieren die Begriffe für die jungen Bienen, die zwar alle gleich aussehen (5), aber wegen ihrer Vielzahl als »Söhne« (filios, 2), »Nachwuchs« (prolem, 3), Geschöpfe oder »Entstandene« (cretos, 4), »Junge« (natis, 5) und »die Meinen« (meos, 6) erscheinen, um sich zuletzt im Bienenstock am süßen Honig zu laben, von dem das Rätsel Nr. 20 handelt.

Enigma XX

De melle

Lucida de domo lapsus diffundor ubique,

Et quali dimissus modo, non invenit ullus.

Bisque natus inde semel in utero cretus,

Qualis in conceptu, talis in partu renascor.

Milia me quaerunt, ales sed invenit una

Aureamque mihi domum depingit ab ore.

Rätsel 20

Der Honig

Aus einem leuchtenden Haus gefallen, werde ich überall zerstreut,

und niemand findet heraus, wie ich geflossen bin.

Zweimal geboren, seither einmal in einem Leib entstanden,

werde ich gleich wie bei der Empfängnis bei der Geburt wiedergeboren.

Tausende suchen mich, doch einzig ein geflügeltes Wesen findet mich

und malt mir ein goldenes Haus mit dem Mund.

Auch was den Honig und seine genaue Entstehung anbelangt, war man früher im Unklaren und meinte, dieser sei eine »Himmelsgabe« (Vergil, georg. 4, 1), denn er falle als Morgentau auf die Erde, wo die Bienen ihn – ähnlich wie ihren Nachwuchs (vgl. Rätsel Nr. 21) – von den Bäumen und Blumen aufsaugen, in ihren Stock tragen und dort in die Waben erbrechen. Dabei sei der Honigtau noch unrein, wenn die Biene ihn in sich aufnimmt, schreibt Plinius (nat. 11, 30-31), und verwandle sich erst in der Wabe zu genüsslichem Honig.

    Im Berner Rätsel (Nr. 20: De melle) ist dies die doppele Geburt des Honigs: Dieser kommt ein erstes Mal zur Welt, wenn er auf unergründlichen Wegen vom »leuchtenden Haus« des Himmels tropft (1-2), bevor die Biene ihn »bei der Empfängnis« in sich aufnimmt und unverändert ein zweites Mal gebiert, indem sie den gesammelten Saft in die Wabe abgibt (4). Erst dort nämlich, im »Leib« des Bienenstocks, wird daraus Honig (3). Das Geheimnisvolle des Naturvorgangs spiegelt sich in der auffällig poetischen Sprache, die im schönen Schlussbild gipfelt, wo es heißt, dass allein die sprichwörtlich fleißige Biene als »geflügeltes Wesen« den begehrten Honigtau findet und in die Wabe trägt; gefüllt mit goldgelbem Honig gleicht diese deshalb einem »goldenen Haus«, das die Biene wie eine Künstlerin »mit ihrem Mund« für den kostbaren Schatz »malt« (5-6). 

    Vom himmlischen Haus schlägt das Rätsel einen Bogen zum irdischen Haus der goldenen Honigwabe und bezeugt so den hohen Wert, den man seit dem frühen Altertum den Bienen und der Imkerei beimaß. Bienenhonig war nicht nur der wichtigste Süßstoff für Speisen und Getränke wie Wein und Met, sondern wurde auch für medizinische und kosmetische Anwendungen und als Konservierungsmittel verwendet, was sich erst mit der Verbreitung des Rohrzuckers im Spätmittelalter änderte.

Enigma XIX

De cera

Dissimilem sibi me mater concipit infra

Et nullo virili creta de semine fundor.

Dum nascor sponte, gladio divellor a ventre.

Caesa vivit mater, ego nam flammis aduror.

Nullum clara manens possum concedere quaestum;

Plurem fero lucrum, nigro si corpore mutor.

Rätsel 19

Das Bienenwachs

Meine Mutter empfängt mich im Inneren, unähnlich wie ich bin,

doch aus keinem männlichen Samen entstanden, werde ich geboren.

Obgleich selbst gezeugt, reißt man mich mit dem Messer aus dem Bauch.

Geschnitten lebt die Mutter, ich aber verbrenne in Flammen.

Solange ich hell bleibe, kann ich keinen Gewinn bescheren;

mehr Vorteil bringe ich, wenn mein Körper schwarz wird.

Nebst dem Honig war das Wachs, mit dem Bienen ihre Waben bauen, ein wertvoller Werkstoff, aus dem man seit der späten römischen Kaiserzeit nicht nur Kerzen herstellte, sondern der auch für Gussformen, Siegel, Kleinplastiken, Spielzeug und Schreibtafeln oder zum Konservieren und Polieren von allerlei Dingen verwendet wurde. Das Herausschneiden der Waben aus dem Bienenstock und die Zubereitung des Wachses beschreibt ausführlich Columella im neunten Buch seiner Landwirtschaft (9, 15-16): Nachdem der Imker die Bienen mit Rauch vertrieben hatte, löste er die älteren und schadhaften Waben mit langen scharfen Messern aus dem Stock, entnahm den Honig und brachte die gereinigten Waben in einem Kessel über dem Feuer zum Schmelzen. Mehrmaliges Aufkochen und Zusätze verbesserten die Qualität und hellten das Wachs auf. 

    Das »Messer« (3) erwähnt auch das Berner Rätsel (19: De cera), das den Bienenstock als »Mutter« (1) einführt, aus deren Schoss der Imker – wie bei einem Kaiserschnitt – das Wachs schneidet (3). Das Bild passt nicht nur zur bauchigen Form des Stocks, der aus Baumrinde, Weidenruten oder gebranntem Ton bestand, sondern auch zu dessen lateinischer Bezeichnung, dem femininen alvus, was gleichzeitig »Bauch« oder »Mutterleib« bedeutet. Das Wachs aber gleicht schon deshalb nicht seiner Mutter (1), weil es – wie im Rätsel 21 die Bienen selbst – »ohne männlichen Samen« in der flachen Wabe erzeugt wurde (2). Doch während der Stock »geschnitten« und verletzt überlebt, schmilzt das erhitzte Wachs (4) und verwandelt sich zuletzt nicht etwa in eine Kerze (die hier unerwähnt bleibt), sondern in eine Schreibtafel (5-6). 

    Hölzerne und elfenbeinerne Täfelchen mit einer dünnen Oberfläche aus Bienenwachs verwendete man im Altertum und Mittelalter für alltägliche Notizen, Korrespondenzen oder Schulübungen, die man mit einem Metallgriffel in das geschwärzte Wachs ritzte; glättete man die Wachschicht mit dem umgedrehten Griffel, ließ sich das Geschriebene wieder tilgen. Aus römischer Zeit haben sich mehrere Wachsschreibtafeln erhalten, die man für Verträge, Kaufquittungen und Rechnungen benutzte. Auf eine derartige Verwendung spielt das Berner Rätsel an, wenn es heißt, dass das Wachs erst dann einen materiellen »Gewinn« und »Vorteil« bringt, wenn es nicht mehr »hell« (5), sondern sein »Körper« schwarz eingefärbt ist (6).

    Zum Schwärzen versetzte man das Bienenwachs der Schreibtafeln mit Ruß und Holzkohle; das Beimischen von gekochtem Harz, lateinisch pix genannt, verbesserte die Geschmeidigkeit und Haltbarkeit. Dies könnte erklären, weshalb einige Handschriften das Rätsel mit der irreführenden Überschrift De pice (»Vom Harz«) überliefern. Die oft zu kleinen Büchlein zusammengebundenen Wachstäfelchen aber nannte man pugillares (wie in einem Rätsel des Angelsachsen Aldhelm), tabellae, codicilli oder einfach metonymisch cerae.

Enigma XLIII

De vermicolis siricis formatis

Innumeros concepta mitto de nido volatus

Corpus et inmensum parvis adsumo de membris.

Mollibus de plumis vestem contexo nitentem

Et textoris sonum aure nec concipit ullus.

Si quis forte meo videtur vellere tectus,

Protinus excussam vestem reicere temptat.

Rätsel 43

Die Seidenspinner

Schwanger sende ich aus meinem Nest zahllose fliegende Geschöpfe

und aus meinen kleinen Gliedern wird ein immenser Körper.

Aus weichem Flaum webe ich ein glänzendes Kleid,

doch keiner hört das Geräusch des Webers.

Wenn etwa einer meint, er sei mit meinem Vlies geschützt,

will er sogleich das abgeschüttelte Kleid wieder ablegen.

Enigma XXVIII

De sirico

Arbor una, mihi vilem quae conferet escam,

Qua repleta parva vellera magna produco.

Exiguos conlapsa foetos pro munere fundo

Et ales effecta mortem adsumo libenter.

Nobili perfectam forma me caesares ulnis

Efferunt et reges infra supraque mirantur.

Rätsel 28

Die Seide

Ein einziger Baum bietet mir wohlfeile Nahrung;

gesättigt mit wenig davon, erschaffe ich große Vliese.

Breche ich zusammen, gebäre ich kleine Kinder als Geschenk,

und mit Flügeln versehen, sterbe ich bereitwillig.

Vollendet in edler Form, tragen mich Kaiser auf ihren Armen

und von allen Seiten bestaunen mich Könige.

Zwei Rätsel der Berner Sammlung handeln von der Seidenraupe (Nr. 43) und von der aus deren Gespinst gewonnenen Seide (Nr. 28), dem kostbarsten Stoff antiker und mittelalterlicher Gewänder. Die qualitativ beste Seide gelangte seit dem Altertum vom Fernen Osten nach Europa und stammte von den Spinnfäden des chinesischen Seiden- oder Maulbeerspinners (Bombyx mori), doch kannte man auch eine gröbere, wilde und nach der griechischen Insel Kos benannte Koische Seide aus dem Kokon des im südlichen Mittelmeer beheimateten Pistazienspinners (Pachypasa otus), den der ältere Plinius (nat. 11, 76-78) beschreibt. 

    »Von den Würmchen, die Seide spinnen« (De vermicolis siricis formatis) lautet mehrheitlich der ungewöhnlich lange Titel des Rätsels Nr. 43; das darin sprechende Tier ist allerdings ein einzelner weiblicher Seidenspinner, der von seiner zyklischen Metamorphose berichtet. Diese beginnt mit dem »schwangeren« Schmetterlingsweibchen und dessen Eiern, aus denen Raupen, Puppen und zuletzt junge Falter (»zahllose fliegende Geschöpfe«) werden (1). Einmal geschlüpft, wächst die Larve mit ihren vielen »kleinen Gliedern« heran und häutet sich, bis sie sich nach etwa einem Monat als »immenser Körper« verpuppt (2). Der Kokon, in den sich die Raupe dabei einschließt, ist wie ein flaumiges »glänzendes Kleid«, das sich das Insekt geräuschlos spinnt (3-4) und das es nach der Verpuppung als leeres und »abgeschütteltes Kleid« zurücklässt (6). Es ist dieses »Vlies« (vellere, 5), das die erstaunliche Verwandlung schließlich mit der Menschenwelt verbindet, denn aus den abgehaspelten Fäden des Kokons lassen sich edle Seidenstoffe fertigen, die freilich so fein und leicht sind, dass sie nicht vor Kälte schützen (5-6).

    Dieselbe Bildlichkeit bestimmt auch das Seiden-Rätsel (Nr. 28: De sirico), das eine andere Reihenfolge einschlägt und zunächst die Raupe und ihre gesponnen »Vliese« (vellera, 2), danach den eierlegenden Schmetterling und zuletzt den Seidenstoff erwähnt. Dieser ist zwar im Titel genannt, die Sprecherin ist jedoch auch hier die Raupe (lateinisch bombyx, f.), auf die sich die femininen Formen conlapsa, effecta und perfectam beziehen. Die Verpuppung wird diesmal nur angetönt; dafür ist – durchaus richtig – beschrieben, wie das Schmetterlingsweibchen stirbt, sobald es seine Eier als »kleine Kinder« in die Welt gesetzt hat (3-4). 

    Ein anderes Detail betrifft das Laub, von dem sich die Tierchen ernähren. Schon in Vergils Georgica (2, 121) heißt es poetisch verdichtet, die Chinesen würden ihre zarten Seiden-Vliese (vellera) »von den Blättern kämmen«. Dies stimmt genauso für die Wildseide (vellera auch bei Plinius, nat. 11, 77), doch fressen die mittelmeerischen Raupen das Laub verschiedener Bäume, während die Sprecherin im Rätsel gleich zu Beginn betont, dass sie ihre schlichte Nahrung von einem »einzigen Baum« (arbor una, 1) bezieht. Damit kann nur die asiatische Weiße Maulbeere (Morus alba) gemeint sein, die Lebensgrundlage des chinesischen oder Echten Seidenspinners. Serikulturen mit lebenden Exemplaren von Maulbeerseidenspinnern gab es im Westen erst, nachdem die ersten Bombyx-mori-Eier unter Kaiser Justinian (527–565) nach Konstantinopel gelangt waren. Byzanz behielt das Monopol der Seidenweberei und des Seidenhandels das ganze Frühmittelalter hindurch und regelte das Tragen von seidenen Kleidern, das der regierenden Elite vorbehalten war, per kaiserlichem Dekret. Dazu passt, dass es im Rätsel zum Schluss heißt, Kaiser (caesares) würden die formvollendeten Seidenstoffe »auf ihren Armen« tragen und Könige sie bestaunen (5-6).

Literaturhinweise

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Published September 2021

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Bitterli, Dieter. “Tiere.” Die Berner Rätsel. 2021. [online]. Available at: https://www.enigmata.ch/tiere